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Existenzgefährdung durch Google?

23. Juli 2012 von Jochen

In früheren Zeiten war Google richtig angesagt. Dies gilt nicht nur für Google als Arbeitgebern, sondern ganz allgemein. Vor allem Webseitenbetreiber konnten ihre Herzen für die größte Suchmaschine der Welt erwärmen. In Anbetracht des Nutzens, den ihnen die Suchemaschine brachte, ist dies auch nicht sehr überraschend. Dank Google konnten viele Seitenbetreiber ordentlich Traffic erzeugen und somit auch Geld verdienen.

Natürlich kam der Traffic nicht von heute auf morgen. Man musste schon etwas dafür tun. Innerhalb einer gewissen Szene sprach sich herum, dass es eine Aktivität gibt, die sich SEO nennt. Hierbei geht es darum, Webseiten so zu modizieren, dass sie von Google gemacht werden und somit in den Suchergebnissen ziemlich weit oben erscheinen. Weil Google von so vielen Leuten genutzt wird, zog der Traffic bei vielen Webmastern an.

Doch diese Zeiten sind vorbei – zumindest bei einigen Publishern. Vor allem seitdem Google es wagt, blaue Briefe zu versenden und bestimmte SEO-Praktiken anprangert. Besonders der Kauf von Links wird von Google nicht gerne gesehen. Die Macher der Suchmaschine mögen es gar nicht, wenn Seitenbetreiber mit ihren SEO-Maßnahmen übertreiben und sich beispielsweise durch den Einsatz von Geld gezielt Rankingvorteile verschaffen.

Google versteht sich aber nicht nur darin, blaue Briefe zu versenden. Manchmal folgen den Worten auch Taten: So mancher Webmaster wurde ordentlich abgestraft. In anderen Worten: Webseiten wurden abgestuft. Die betroffenen Seiten sind bei Google nicht mehr so gut gelistet und erhalten damit auch nicht mehr so viele Besucher.

Plötzlich sind einige Webmaster richtig sauer. Einige gehen sogar soweit, dass das Geschäftsgebaren von Google als existenzgefährdend bezeichen. Genau an dieser Stelle möchte ich mich einklinken und die lauten Klagen einiger Publisher und SEOs hinterfragen.

Wie kann es sein, dass man im Zusammenhang mit Google von einer Existenzgefährdung spricht? Früher, als man von Google viel Traffic und letztlich auch Geld bekam, hat sich kaum jemand lautstark bedankt. Jetzt auf einmal beschweren sich viele Leute – und das in einer freien Marktwirtschaft. Letztlich ist niemand dazu angehalten, Google zu nutzen, weder bei der Suche nach Informationen noch beim Generieren von Traffic.

Im Prinzip ist es vollkommen egal, wie viele Personen bei einem Unternehmen beschäftigt sind, das sein Geld mit Google Traffic verdient. Wer hier starke Einbrüche erleidet, ist letzten Endes selbst schuld: Sich in die Abhängigkeit eines einzigen Unternehmens zu begeben, ist schlichtweg riskant und in gewisser Hinsicht auch leichtsinnig. Daher gibt es nicht viel zu klagen. Wer mehr Traffic erhalten möchte, kann sich ja auch nach anderen Quellen umsehen.

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