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Anzahl der Abo-Pakete Anbieter steigt weiterhin

25. Juni 2012 von Jochen

Wenn etwas richtig gut ist, kann es schon einmal vorkommen, dass es kopiert wird. Man erinnere sich nur einmal an den Erfolg von MyMüsli: Als die Web 2.0 Blase entstand, wurde andauernd über den Müsli-Lieferanten berichtet. Es blieb aber nicht nur bei der Berichterstattung. Innerhalb kürzester Zeit entstanden zahlreiche weitere Startups, die das Grundmodell von MyMüsli kopierten: Nutzer konnten sich die unterschiedlichsten Lebensmittel- und Genussprodukte online selbst zusammenstellen.

Es hat eine ganze Weile gedauert, bis dieser Hype sein Ende erreicht hat – aber das Ende kam. MyMüsli gibt es immer noch und ist vermutlich erfolgreicher als je zuvor, doch viele der Nachahmer sind schon lange wieder vom Markt verschwunden. Wer hierbei an eine einmalige Sache glaubt, irrt sich. Die Birchbox hat einen ähnlichen Hype hervorgerufen.

Kaum ging die Nachricht vom Erfolg der Birchbox herum, legten die Kopierer in Deutschland auch schon fleißig los. Vor allem Glossybox muss in diesem Zusammenhang genannt werden: Die anderer Kopierer hatten so gut wie keine Chance. In der Ausführung war das Startup richtig gut. Aber es ist nicht beim Kopieren der eigentlichen Birchbox geblieben. Es drängen zunehmend mehr Startups in den Markt, die lediglich das eigentliche Prinzip kopieren, am Ende aber vollkommen andere Produkte im Abo-Modell vertreiben.

Die Frage lautet jedoch, ob sich diese Abo-Modelle überhaupt am Markt behaupten können. Mittlerweile ist man ja sogar schon soweit, dass Unterwäsche im Abo-Modell verkauft wird. Vielleicht mag das noch funktionieren, doch bei Kondomen ist so langsam Schluss. Denn genau soweit ist man mittlerweile in den USA: Einige Jungeunternehmer sehen hier doch tatsächlich einen Markt und versenden Kondome direkt im Abo.

Bei solch einer Entwicklung übererascht es nicht, dass es mittlerweile sogar bei TechCrunch Leute gibt, die von dieser Entwicklung angenervt sind. Einer der Redakteure hat sich über diese Entwicklung ausgelassen. Aber der Zuspruch zu seinem Beitrag hält sich in Grenzen. Ganz im Gegenteil: Die Betreiber diverse „Kondom im Abo Versender“ melden sich in den Kommentaren zu Wort und rühren auch noch ganz schön kräftig in der Werbetrommel.

Aber wird man wohl durchmüssen. So viele Anbieter können sich am Markt nicht behaupten und so manches Produkte wird vermutlich gar nicht im Abo-Modell bestehen können. Dann wird es ganz ähnlich wie bei den zahlreichen Klonen von MyMüsli kommen: Sie verschwinden still und leise vom Markt.

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