Wenn sich Blogger bestechen lassen
6. Februar 2010 von JochenZweifelsfrei ist TechCrunch eines der größten und stärksten Blogs überhaupt. Von einem klassischen Blog kann im Grunde keine Rede mehr sein, schließlich steckt ein riesengroßes Team hinter dem Projekt.
Da verwundert es nicht, dass etliche Beiträge von Praktikanten geschrieben werden – schließlich kann auf diesem Weg eine beachtliche Anzahl an Texten / Blogeinträgen günstig produziert werden. Denn Praktikanten werden für gewöhnlich nicht sonderlich gut bezahlt. Mitunter so schlecht, dass sie Bestechungsversuchen erliegen können.
Dieser Fall ist bei TechCrunch eingetreten. Michael Arrington hat einen Riesen-Aufstand gemacht, als er herausfand, dass sich ein TC-Praktikant hat bestechen lassen. Für einen Beitrag über ein Startup sollte er ein Macbook erhalten. Die Sach flog auf – und im selben Zug flog der Praktikant aus dem Blog, mitsamt all seinen Beiträgen.
Ich finde die Reaktion übertrieben, schließlich hat der junge Blogger kein Plutonium verkauft. Dann hat er sich sein Taschengeld eben ein wenig aufgebessert. Geschadet hat ihm die Sache übrigens nicht: Wie man in den Kommentaren seines Blogs erkennen kann, liegen bei ihm nun massenhaft Anfragen für weitere Texte vor – und ein backlinkstarke Domain (in Relation natürlich) hat er mit seiner Aktion ganz nebenbei auch noch aufgebaut. An Arringtons Stelle hätte ich den jungen einfach nur ermahnt und ihm dann das Macbook abgenommen
Am 17. Februar 2010 um 16:22 Uhr
Ich denke, TC tut gut daran, dass mit aller Härte zu unterbinden. Dafür gibt es Regeln, die der junge Mann sicherlich unterschreiben musste. Außerdem gibt es da noch diese broken-window Theorie – danach genhandelt kann man nur hart gegen diejenigen vorgehen, die wissentlich großen Schaden zufügen. Ansonsten gibt es Nachahmer.
Andreas